Arbeit gemacht. Rechnung gestellt. Auftraggeber zahlt nicht — oder streitet plötzlich Mängel herbei, die so nicht existieren. Der Handwerker greift zum Telefon und ruft seine Versicherung an: „Ich habe Rechtsschutz, darüber soll das jetzt geregelt werden!"
Die Antwort ist jedoch unangenehm: Streitigkeiten aus dem Hauptauftrag — also dem eigentlichen Werkvertrag — sind in der betrieblichen Rechtsschutzversicherung nicht mitversichert. Das gilt für die meisten Anbieter, nicht nur für die Mecklenburgische.
Das ist keine Kleinigkeit. Wer darauf vertraut, dass der Rechtsschutz bei einem unbezahlten Auftrag in Höhe von z.B. 15.000 Euro einspringt, und dann vor verschlossenen Türen steht, hat ein ernstes Problem. Deswegen: Klartext, was versichert ist — und was nicht.
Streitigkeiten aus dem Werkvertrag zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber — also alle Konflikte rund um das Hauptgeschäft des Handwerkers (nicht gezahlte Rechnungen, Abnahmestreitigkeiten, Mängelrügen, Gewährleistungsforderungen) — sind vom betrieblichen Rechtsschutz ausgeschlossen.
Diese Lücke ist systemisch und kein Versehen — würde der Werkvertrag mitversichert, wären die Prämien für den Handwerksbetrieb schlicht nicht mehr kalkulierbar. Werkvertragsstreitigkeiten im Hauptgeschäft gelten als unternehmerisches Risiko, nicht als versicherungsfähiger Rechtsfall.
Was stattdessen hilft: Inkasso und Bonitätsprüfung
Wenn der Rechtsschutz bei offenen Forderungen nicht greift, braucht es andere Werkzeuge. Zwei davon sind im Handwerk wirksam, aber selten genutzt — obwohl sie günstig, schnell und effektiv sind.
Bevor du für einen neuen Auftraggeber loslegst — besonders bei größeren Aufträgen — lässt sich dessen Bonität für wenige Euro prüfen. Ab rund 20 Euro kostet eine Auskunft über Zahlungshistorie, laufende Insolvenzverfahren und Kreditwürdigkeit. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, am Ende für nichts gearbeitet zu haben. Ein Schritt, der sich fast immer rechnet.
Statt selbst Mahnungen zu schreiben, Nerven zu verlieren und Personal zu binden, übernimmt ein Inkassobüro das Forderungsmanagement. Es schreibt den Schuldner an, setzt Fristen und leitet bei Bedarf das gerichtliche Mahnverfahren ein. Die Kosten trägt im Erfolgsfall der Schuldner. Als Mecklenburgische-Versicherungsnehmer besteht Zugang zur Euregio Incasso GmbH aus Düren — Kooperationspartner der Mecklenburgischen — zu besonders günstigen Konditionen. Sprich mich direkt an.
Das ist kein Notfallwerkzeug — das ist professionelles Forderungsmanagement, das jeder Betrieb ab einem gewissen Auftragsvolumen etabliert haben sollte.
Was der betriebliche Rechtsschutz wirklich leistet
Der Rechtsschutz für Gewerbetreibende ist trotzdem unverzichtbar — für die Bereiche, in denen Handwerker tatsächlich regelmäßig in Streitigkeiten geraten, die nichts mit dem Hauptauftrag zu tun haben.
Ein Mitarbeiter wird entlassen und erhebt Kündigungsschutzklage. Oder es gibt Streit über nicht gezahlte Überstunden, Abmahnungen, Zeugnisinhalte. Arbeitsstreitigkeiten sind häufig, teuer und kräftezehrend — der RS übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten ab dem ersten Schreiben.
Standard- und KomfortdeckungEin Kunde erleidet einen Schaden durch eine fehlerhafte Montage. Gegen den Firmeninhaber wird ein Strafverfahren eingeleitet — Körperverletzung, fahrlässige Sachbeschädigung, Berufsunfähigkeit durch Arbeitsunfall. Der Straf-RS schützt auch dann, wenn der Vorwurf letztlich unberechtigt ist. Besonders wichtig: der Spezial-Strafrechtsschutz für Selbstständige und Firmen ist inklusive.
Standard- und KomfortdeckungJemand anderes hat dem Betrieb geschadet — ein Lieferant, ein Subunternehmer, eine Behörde — und zahlt nicht freiwillig. Der Schadenersatz-RS finanziert die Durchsetzung eigener Ansprüche, wenn ein Dritter für einen Schaden verantwortlich ist.
Standard- und KomfortdeckungUnfall, Bußgeld, Führerscheinentzug, Streit mit der Werkstatt nach einer Reparatur — der Verkehrs-Rechtsschutz gilt weltweit bis 100.000 Euro je Fall. Für Handwerksbetriebe mit Transportern, Firmenfahrzeugen oder Maschinen auf Anhänger ist das ein zentraler Baustein. Im Verkehrsbereich besteht sogar weltweiter Schutz, während die allgemeine Versicherungssumme auf Europa begrenzt ist.
Standard- und KomfortdeckungAlle Verträge, die nicht das Hauptgeschäft betreffen: Streit mit dem Vermieter der Werkstatt oder des Büros, Streit mit dem Autohaus über den Firmenwagen, Konflikte mit Telekommunikationsanbietern, Energieversorgern, Leasinggesellschaften. Diese sogenannten Hilfsgeschäfte sind im Komfortpaket bis 50.000 Euro abgesichert.
Nur Komfortpaket für FirmenEinspruch gegen einen Steuerbescheid, Widerspruch gegen eine behördliche Entscheidung, Auseinandersetzungen mit der Berufsgenossenschaft oder dem Gewerbeamt. Im Komfortpaket bis 50.000 Euro abgesichert — ein Bereich, den viele Selbstständige unterschätzen.
Nur Komfortpaket für Firmen- Verkehrs-Rechtsschutz — weltweit bis 100.000 Euro
- Wohnungs-Rechtsschutz für selbst genutzte Wohnungen
- Beratungs-Rechtsschutz in Familien- und Erbrecht
- Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung bis 250 Euro
- Kostenfreie telefonische Rechtsberatung und Anwaltsvermittlung
Die entscheidende Frage: Welche Bausteine braucht dein Betrieb?
Nicht jeder Handwerksbetrieb braucht das gleiche. Ein Soloselbstständiger ohne Mitarbeiter hat ein anderes Risikoprofil als ein Betrieb mit fünf Angestellten. Wer viele Unterauftragnehmer einsetzt, braucht andere Schwerpunkte als jemand, der nur mit Privatkunden arbeitet.
Die sinnvollen Fragen bei der Auswahl sind: Habe ich Mitarbeiter (Arbeits-RS unverzichtbar)? Habe ich Firmenfahrzeuge (Komfortpaket prüfen)? Miete ich Betriebsräume (Vertrags-RS für Hilfsgeschäfte relevant)? Gibt es steuerliche Risiken (Steuer-RS prüfen)?
Viele Betriebe haben einen Rechtsschutz, dessen genaue Bausteine niemand mehr kennt — weil der Vertrag vor Jahren abgeschlossen wurde und seitdem im Ordner liegt. Ein kurzer Check zeigt, ob die Deckung zum heutigen Risikoprofil passt, ob Lücken bestehen und ob die Prämie noch marktgerecht ist.
Wenn du wissen willst was dein Vertrag wirklich leistet: Kurze Anfrage per E-Mail genügt — ich melde mich innerhalb eines Werktages.
Drei Fragen die du dir stellen solltest
- Habe ich Mitarbeiter — und weiß ich, was im Streitfall auf mich zukommt? Arbeits-Rechtsschutz ist für jeden Arbeitgeber relevant.
- Kenne ich die genauen Bausteine meines bestehenden Rechtsschutzes — oder liegt der Vertrag einfach im Ordner?
- Gibt es in meinem Betrieb Hilfsgeschäfte (Miete, Fahrzeuge, Technikverträge) die im Streitfall teuer werden können — und sind diese abgesichert?
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